Meereslebewesen

Die Unterwasserwelt bei Bird Island ist reich und vielfältig – mit verschiedenen Fischarten, Schildkröten, Schalentieren, Kraken und Meeressäugern. Diese stechen besonders hervor:

Suppenschildkröten (Green Turtles)

Suppenschildkröten sind vom Aussterben bedrohte Arten und in den Gewässern rund um Bird Island geschützt. Sie kommen das ganze Jahr über zur Eiablage, aber man kann sie von Juni bis September häufiger sehen. Sie legen weite Strecken zurück und besuchen alle paar Jahre ihre Niststrände auf Bird Island, um nach Einbruch der Dunkelheit an Land zu kommen und ihre Eier abzulegen. Auf Bird Island gibt es lediglich eine minimale Außenbeleuchtung, um diese Meereschildkröten nicht abzuschrecken. Da sie ihre Eier nur nachts legen, ist es besonders schwer sie zu sehen. Aber wann auch immer unser Natuschützer Robbie sie entdeckt, informiert er unsere Gäste, die jederzeit willkommen sind, dieses einmalige und erstaunliche Ereignis zu beobachten.

Auf Bird Island können junge Schildkröten häufig bei Passe Coco gesehen werden, da sie dort in den flachen Gewässern mit dem vielen Seegras einen idealen Lebensraum haben.  Auch wenn Gäste nicht die Gelegenheit haben, eine nistende Suppenschildkröte zu sehen, so kann man dort zumindest mit ihnen schwimmen. Hier erfahren sie mehr.

Karettschildkröten (Hawksbill Turtles)

Die Karett schildkröten schaffen es höher auf der Liste, denn sie sind stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. Diese Schildkrötenart ist ebenfalls in den Gewässern bei Bird Island geschützt und wir geben uns sehr große Mühe, diesen Kreaturen einen “sicheren Hafen” zu bieten.

Die Brutsaison der Karettschildkröten ist von Oktober bis Februar. Im Spitzenmonat Dezember kommen täglich bis zu fünf dieser Schildkröten aus dem Meer den Strand hinauf, um ein Nest zu graben und ihre Eier zu legen. Für Gäste, die in der Zeit von Mitte Oktober bis Mitte Januar 3 oder 4 Nächte bleiben, ist es also sehr ungewöhnlich, wenn sie keine Karettschildkröten bei der Eiablage, oder von Mitte Dezember bis Mitte März keine Schildkröten schlüpfen sehen. Sehr oft kann man die weiblichen Karettschildkröten dabei beobachten, wie sie von Saison zu Saison an den gleichen Strand zur Eiablage kommen – und das ist wirklich unglaublich, wenn man bedenkt, wie groß der Ozean ist!

Delfine

Rund um Bird Island kann man auch häufig große Tümmler, eine der bekanntesten Delfinarten, beobachten, und hin und wieder sogar im Wasser herumtollende Spinner‐Delfine. Die meisten Arten leben in flachen Bereichen in tropischen und gemäßigten Zonen des Ozeans auf der ganzen Welt.

Delfine sind sehr intelligente und freundliche Tiere. Sie sind voller Energie und begleiten uns gerne, wenn wir mit unseren Booten auf das Meer hinaus fahren.

Der Delfin ist ein sehr geselliges Tier. Er lebt in großen Gruppen mit 10 bis 100 Exemplaren und vor der Küste sogar in noch größeren Gruppen. Es ist nicht schwer unsere ansässigen Delfine zu beobachten, aber zu jeder Zeit ein ganz besonderes Erlebnis!

Wale

In den ruhigeren Monaten Oktober und November ziehen Wale an Bird Island vorbei und in dieser Zeit haben einige unserer Gäste vielleicht so viel Glück, Südliche Glattwale, Buckelwale oder Kurzflossengrindwale (Indische Grindwale) zu beobachten.

Die Wahrscheinlichkeit Buckelwale zu sehen, ist besonders groß. Seit sie vor dem Walfang geschützt werden, ist eine kleine Gruppe bei den Maskarenen‐ und Seychelleninseln gesichtet worden. Jedes Jahr legen sie die längste Wanderung aller Säugetiere zurück – tausende Kilometer von der Polarregion in die tropischen Gewässer, wo sie sich dann vermehren. Kurzflossengrindwale können ebenfalls gesichtet werden, da sie warmes und tiefes Gewässer mögen, wie bei uns am äußersten Rand der Kontinentalplatte.

Südliche Glattewale findet man normalerweise nur außerhalb unseres Gebietes, jedoch wurden sievor kurzem gesichtet, was für ein Wachstum ihrer Population spricht. Diese Wale sind groß und bewegen sich nur langsam, wodurch man es in Zeiten des Walfangs auf sie besonders abzielte. Wir können diesen Walen bei Bird Island begegnen, wenn sie sich für die Fortpflanzung vom winterlichen Süden auf den Weg zu uns in den Norden machen.