Überwachung und Schutz der Schildkröten

Ein Blick auf die Geschichte der Seychellen zeigt, dass die Schildkröten hier größtenteils ausgerottet wurden. Die Gründe dafür waren zum einen ihr Fleisch, das für nationale Gerichte verwendet wurde, aber auch ihre Panzer, die für Modeschmuck und andere Wertlosigkeiten herhalten mussten.

Bereits im Jahr 1995 zeigte Bird Island mit einem Schildkrötenprojekt die ersten Bemühungen diese schönen Meeresbewohner zu schützen. Über 350 Karett‐ und Suppenschildkröten wurden bis heute erfasst, markiert und beim Besuchen der Insel überwacht. Diese Daten fließen in sämtliche Schildkrötenprojekte der Seychellen ein.

Robby, unser einheimische Naturschutz‐Beauftragter, spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Er ist nicht nur bei allen Messungen, Kennzeichnungen und statistischen Erhebungen der Schildkröten dabei, sondern überwacht und beschützt auch ihre Nistplätze, was für das Überleben dieser Arten entscheidend ist.

Heute ist Bird Island für eine der größten Populationen an nistenden Karettschildkröten der Seychellen bekannt.

Gut zu wissen:

Zu den vielen Aufgaben von Robby zählt unter anderem auch das Bewachen der Meeresschildkröten‐Schlüpflinge. Die Eier werden aus gefährdeten Nestern gerettet und sicher bewahrt, bis sie dann kurz nach dem Schlüpfen wieder in das Meer gelassen werden. Gäste sind willkommen, Robby bei den Schlüpflingen zu helfen und eine der erstaunlichsten Kreaturen von Mutter Natur hautnah zu erleben. Ein Nest mit über 100 winzigen Schildkröten schlüpfen zu sehen und sie dabei zu beobachten, wie sie ihren Kampf um Leben und Tod am Strand beginnen, um das rettende Meer zu erreichen, ist ein Moment, den man nie wieder vergessen wird.